Die Mutter-Kind-Einrichtung ist seit 1992 eine sozialpädagogische Einrichtung der freien Jugendhilfe, die sich von ihrer Betreuungsausrichtung, als eine Einrichtung versteht, die sozialpädagogische und therapeutische Angebote vorhält, die auf die Bedürfnisse von Müttern und Kindern – auch in schwierigsten Lebenssituationen – ausgerichtet ist.
Aufgenommen werden (werdende) Mütter/ Väter in Krisen- oder Notsituationen und/oder Problemverhalten, die Kompetenzen erlangen müssen, um das selbstständige Leben mit ihrem Kind leisten zu können. Des Weiteren finden Mütter/ Väter Aufnahme, die in anderen Betreuungsformen keine Perspektive erarbeiten können und eine realistische Lebensperspektive für sich und ihr Kind erreichen wollen.
Wir arbeiten nach einem Phasenmodell. Unser Betreuungssystem ist durchlässig gestaltet, was bedeutet, dass es für die Betreuungsphasen keine zeitlichen Festlegungen gibt. Idealtypisch betrachtet verläuft eine Betreuungsmaßnahme von Phase I in Richtung Phase III.
Die Aufnahme erfolgt grundsätzlich in unsere Phase I, Eingangs- und Intensivbetreuung. Betreut werden die Mütter/ Väter und ihr Kind/ ihre Kinder in WG-Settings, in denen wir eine enge Begleitung und Anleitung anbieten, um so die notwendige Untertsützung, Hilfe und Entlastung zu Beginn der Hilfe gewährleitsten zu können. Wir erarbeiten gemeinsam die Basics, die für den Alltag mit einem Kind wichtig und für den Kinderschutz erforderlich sind. Diese Basics stellen das Fundament für die nächsten Phasen unseres Betreuungsmodells dar.
Für das Wohnen in der Phase II, Regelbetreuung, (Wohnen in Appartements) setzen wir eine grundlegende Selbstständigkeit und (Handlungs-) Sicherheit von Müttern/Vätern mit ihrem Kind/ihren Kindern in sämtlichen Bereichen den Alltag betreffend voraus. Der Schwerpunkt in liegt auf dem Absolvieren eines Schulabschlusses, einer Ausbildung, der Ausübung eines Berufes, Praktika und/oder anderer Qualifizierungsmaßnahmen, um so eine nachhaltige Perspektive zu erarbeiten.
Die Betreuung in der Phase III, Trainingswohnungen, baut auf dem Erlernten in den Wohngruppen (Phase I) und in den Appartements (Phase II) auf, setzt eine höhere Selbstständigkeit der (werdenden) Mütter/ Väter voraus und bereitet die endgültige Verselbstständigung vor.